PILOTPROJEKT IN WEIZ: GEMEINSAM DEM DARMKREBS KEINE CHANCE GEBEN!
13. August 2026 by Silke Leitner
Ein Meilenstein für die Gesundheitsvorsorge in der Oststeiermark: Mit dem neuen Endoskopie-Institut Endo-Pavek in der Weizer Hans-Sutter-Gasse geht nicht nur eine hochmoderne medizinische Einrichtung an den Start, sondern auch ein steiermarkweites Vorzeigeprojekt im Kampf gegen Darmkrebs.
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen – und ist zugleich eine jener Formen, die sich durch rechtzeitige Vorsorge am wirksamsten verhindern lassen. Genau hier setzt das neu eröffnete Institut Endo-Pavek in Weiz an. In den stilvollen, von Architekt Helmut Friedrich gestalteten Räumlichkeiten trifft Wohlfühlatmosphäre auf medizinische Spitzentechnik. Bereits seit Mitte Juni läuft der Betrieb schrittweise, nun wurde das Zentrum im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell als Herzstück eines richtungsweisenden Pilotprojekts zur organisierten Darmkrebsvorsorge vorgestellt.
Gemeinsam für mehr Vorsorge
Dass Weiz als eine der ersten Pilotregionen in der Steiermark ausgewählt wurde, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger, hartnäckiger Vorarbeit. Bereits vor rund vier bis fünf Jahren wurden die ersten Weichen für dieses Screening-Modell gestellt. Ganz wesentlich an der Initiierung beteiligtwar Vinzenz Harrer, der damalige Vorsitzende der ÖGK Steiermark. Unterstützt wird die Initiative von einer breiten Allianz aus Politik und Gesundheitswesen. Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl, selbst Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologe, betonte vor Ort die enorme Bedeutung der Prävention: „Die beste Erkrankung ist die, die gar nicht erst ausbricht. Bei einer Darmspiegelung können Vorstufen nicht nur frühzeitig erkannt, sondern direkt entfernt werden – damit kommt es gar nicht erst zum Krebs.“
Auch von Seiten der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) gibt es vollen Rückhalt. Im Rahmen des Vorsorge-Pilotprojekts werden Personen im Alter zwischen 45 und 75 Jahren angeschrieben, die in den vergangenen zehn Jahren keine Koloskopie hatten. Ihnen wird die Teilnahme an der organisierten Vorsorge angeboten. Die Steiermark möchte damit bei der Darmkrebsvorsorge deutlich aufholen, schließlich nehmen aktuell nur rund sieben bis zehn Prozent der Menschen, die dazu die Möglichkeit hätten, eine entsprechende Untersuchung in Anspruch.
Wie lebensrettend rechtzeitige Vorsorge tatsächlich sein kann, beweist Miteigentümer Dipl.-Ing. Andreas Kinsky. Vor vier Jahren erhielt er im Rahmen einer Routineuntersuchung bei Dr. Pavek die Diagnose Darmkrebs. Weil der Tumor früh entdeckt wurde und dank der erstklassigen medizinischen Versorgung in der Steiermark ist Kinsky heute gesund und in Remission. „Dass ich heute hier stehen kann, habe ich einzig und allein der Vorsorge zu verdanken“, so Kinsky.
Auch Nationalratsabgeordneter und Gleisdorfer Bürgermeister Christoph Stark richtete einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung. Nach persönlichen Schicksalsschlägen in der eigenen Familie geht er seit Jahren regelmäßig zur Vorsorge: „Bitte gebt dem Darmkrebs keine Chance! Wir haben hier in der Region das beste medizinische Angebot direkt vor der Haustür. Nutzen wir es.“
Angstfrei zur Vorsorge
Das neue Institut Endo-Pavek – das von Dr. Jörg Pavek gemeinsam mit seiner Frau Viola und einem mittlerweile über 20-köpfigen Team geführt wird – bietet den Patientinnen und Patienten eine Umgebung, die bewusst nicht an ein typisches Krankenhaus erinnert, sondern eher an ein gemütliches Wohnzimmer. Damit soll Betroffenen die Scheu vor der Untersuchung genommen werden.
Mit moderner Medizin, persönlicher Betreuung und einem starken regionalen Netzwerk soll das Pilotprojekt dazu beitragen, die Darmkrebsvorsorge in der Steiermark nachhaltig zu stärken – und möglichst vielen Menschen eine Erkrankung durch rechtzeitige Vorsorge zu ersparen.
























































































